Routes in Deutschland / Nordrhein-Westfalen / Kall
Etwas lange Wanderstrecke, lässt sich aber leicht verkürzen. Die Wanderung führt von Schützendorf über einen Höhenweg mit schönem Blick über die Kölner Bucht und zum Siebengebirge weiter über Bescheid, Lückerath, Eicks mit Schloß, Weingartener Höfe, Hostel mit Fachwerkhäusern und zurück nach Schützendorf.
Es gibt nur kurze grössere Steigungen.
Viel Spass! Herbert F.
Anreise von Köln/Bonn mit dem Eifel-Mosel-Express bzw. von Bonn mit der Voreifelbahn über Euskirchen (Anscgluß dort an Eifel-Mosel-Express)
Rückfahrt nach Bonn/Köln mit der Voreifelbahn von Bad Münstereifel (Reisende nach Köln steigen in Euskirchen um)
Ausrüstung: was man in deutschen Mittelgebirgen halt so braucht. Wetterfeste Kleidung, Tagesrucksack, stabile Schuhe, im Sommer Sonnenschutzmittel, da weite Strekcen kein Baumschatten.
Karten: Blatt 5 des Eifelverein
Einkehrmöglichkeit in einem sehr schnuckeligen Café-Pavilion bei den Kakushöhlen (ausgezeichneter Kuchen, guter Kaffee); und natürlich Bad Münstereifel.
- Kakaushöhlen
- kelto-römische Tempelanlage bei Pesch/Nöthen
- Altstadt von Bad Münstereifel.
Spaziergang rund um die Wallenthaler Höhe mit schönen Ausblicken
Die römische Eifelwasserleitung gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Römer nördlich der Alpen. Fertiggestellt um das Jahr 90 n. Chr., versorgte sie bis etwa 260 n. Chr. die Colonia Claudia Ara Agrippinensium mit dem von den Römern hochgeschätzten harten, kalkhaltigen Eifelquellwasser. Die in stetem Gefälle ausgeführte, knapp 100 km lange Leitung lieferte 20.000 Kubikmeter Wasser pro Tag. Reste dieser Leitung, sowie dazugehörende Quelleinfassungen, Tosbecken und Instandhaltungsvorrichtungen sind vielerorts archäologisch faßbar, teilrestauriert und, in Text und Bild auf Infotafeln liebevoll dokumentiert, entlang der Strecke mit Gewinn zu besichtigen. Zu diesem Zweck hat der Eifelverein einen Regionalwanderweg eingerichtet, auf dem sich die Leitung ihrer gesamten Länge nach abwandern läßt. Am Streckenabschnitt zwischen Kall und Mechernich liegen dabei einige der eindrucksvollsten Zeugnisse: das Auffangbecken bei Kallmuth; ein Aquädukt bei Vussem, mit dem das Tal des Feybachs überquert wurde; der Zusammenfluß der Hausenbendener und der Kallmuther Teilleitungen; und mehrere Aufschlüsse der Leitung, von denen zwei sogar begehbar sind.
Strecke: Vom Bahnhof Kall geht es zunächst etwa 2 km der K 67 entlang den Berg hinauf in Richtung Keldenich, bei der Marienkapelle biegt man links ab und quert rechts am Ortsteil Dottel vorbei Felder mit Windkraftanlagen. Immer dem Wanderzeichen folgend gelangt man nördlich von Urfey in ein Seitental des Feybachtals und dort an die sogenannte römische Brunnenstube, ein Becken, wo das Wasser von Nettersheim kommend sich beruhigen, und mitgeführter Sand sich setzen konnte. Der Weg quert nun die K 28, steigt auf der anderen Seite den Hang hinauf und läuft dann oberhalb des Feybachtals auf den Höhen weiter, ehe es nach Eiserfey steil hinuntergeht; dort kann man sich den Zusammenfluß der beiden Leitungsstücke von Hausenbenden und Nettersheim anschauen. Weiter geht es auf der westlichen Seite am Feybach entlang bis Vussem. Etwa hundert Meter, nachdem man in Eiserfey den Feybach überquert hat, befindet sich ein erster Aufschluß der Wasserleitung. In Vussem überquerte die Leitung das Feybachtal auf einem Aquädukt. Das Bauwerk ist heute teilrestauriert; auf zwei Pfeilern aus dem Hang ragend, vermittelt es einen guten Eindruck vom ursprünglichen Aussehen der Anlage. Eine eindrucksvolle Innenansicht der Leitung liefert ein Aufschluß, der sich kurz vor Breitenbenden auf der rechten Wegseite in einer Böschung in schrägem Anschnitt öffnet: Die Leitung ist hier auf einer Länge von mehreren Metern begehbar (wie weit tatsächlich, wissen wir nicht; wir haben es nicht ausprobiert. Wahrscheinlich ist, daß man auf der anderen Seite des Hügels aus einem ganz ähnlichen Aufschluß wieder herausgelangt.) Sehr gut erkennbar ist die Ausführung des Mauerwerks und die Kalksinterablagerungen, die im Mittelalter wegen ihrer hübschen Marmorierung ein beliebtes Baumaterial waren und zu diesem Zwecke aus der Leitung gebrochen wurden – Die ursprüngliche Aufgabe der Leitung war da bereits in Vergessenheit geraten.
Einkehrmöglichkeit: In Eyserfei und Mechernich.
Anfahrt: Mit dem Eifel-Moselexpreß von Trier oder Köln. Rückfahrt mit dem gleichen Zug von Mechernich.
Mitnehmen: Da der Weg oft über freie Flächen führt, ist an sonnigen Tagen Sonnenschutz geboten.
Hier handelt es sich um eine der bekannten Tippeltouren. Sie startet und endet am Kloster Steinfeld.
Die meiste Zeit verläuft die Route auf breiten Waldwegen. Die Steigungen sind bis auf ein, zwei Stellen zu vernachlässigen.
Eine schöne Runde für einen entspannten Sonntag Nachmittag.
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